(manufactum.de)
Bei der Düngung von Erdbeeren gilt die Faustregel: ein Drittel vor der Blüte, zwei Drittel nach der Ernte. Im August (zum Ende des Monats) steht also die jährliche Hauptdüngung im Erdbeerbeet an, damit die Pflanzen bis zum Herbst noch kräftig wachsen und neue Blütenansätze für das nächste Jahr bilden.
Es wird benötigt:
Werkzeug und Zubehör: Schaufel, Harke oder Kultivator, Transportkarre, Gießkanne mit abnehmbarer Brause.
Dünger: Kompost oder ein guter organischer Dünger mit ausgewogenen Nährstoffgehalten.
Anleitung
Für die humusliebende Erdbeere ist Kompost der am besten geeignete Dünger. Pro Quadratmeter vier bis fünf Liter gleichmäßig rund um die Pflanzen auf den Boden streuen und mit Harke oder Kultivator leicht einarbeiten, ohne dabei die Erdbeerwurzeln zu beschädigen.
Steht kein Kompost zur Verfügung, einen guten organischen Dünger mit ausgewogenen Nährstoffgehalten verwenden.
Um die ab Ende September (im Kurztag) erfolgende Blütenknospenbildung zu unterstützen, von Ende August bis Anfang September zwei bis drei kräftige Wassergaben ausbringen (je nach Bodenbeschaffenheit 20 bis 30 Liter/qm).
Anleitung
Die Jungpflanzen von den zur Vermehrung markierten Mutterpflanzen, die schon im Beet Wurzeln gebildet haben, von der Mutterpflanze abtrennen, ausgraben und an den neuen Standort pflanzen.
Noch nicht bewurzelte Ableger an der Mutterpflanze belassen, kleine Töpfe mit Substrat (oder lockerer Beeterde) füllen und die Ableger darin mit Draht fixieren. Erst dann von der Mutterpflanze trennen, wenn sie gut eingewurzelt sind. Sie müssen nicht sofort ins neue Erdbeerbeet gepflanzt werden, sondern können auch noch eine Weile im Topf weiterwachsen.
Weiterhin alle Pflanzen, die nicht für die Vermehrung vorgesehen sind, regelmäßig abranken, damit keine Kraft in die Bildung von nicht benötigten Ablegern geht.
Traten im Erdbeerbestand Pilzkrankheiten (z.B. Mehltau) oder Schädlinge (z.B. Erdbeermilbe) auf, die abgetragenen Erdbeerpflanzen Ende des Monats auf etwa fünf Zentimeter zurückschneiden. Dies dient der Pflanzenhygiene, da alle befallenen Blätter aus dem Bestand entfernt werden. Bei größeren Erdbeerbeeten kann der Rückschnitt sehr effizient mit einem auf die richtige Höhe eingestellten Rasenmäher vorgenommen werden, ansonsten eignet sich zum Beispiel eine Heckenschere gut. Wichtig ist in jedem Fall, das „Herz“ der Erdbeerpflanze, den Vegetationspunkt, aus dem der Neuaustrieb erfolgt, nicht zu beschädigen oder gar versehentlich abzuschneiden.
Ab Ende des Monats – und dann den ganzen August über – kann gepflanzt und ein neues Erdbeerbeet angelegt werden. Dabei eine weite Fruchtfolge einhalten und eine Fläche erst nach drei bis vier Jahren wieder mit Erdbeeren bepflanzen, um einen gesunden Bestand zu erhalten.
Optimal ist es, das Beet zwei bis drei Wochen vor der Pflanzung vorzubereiten, damit sich die Erde bis dahin wieder setzen kann. Dazu den Boden mit Gabel, Kultivator oder Sauzahn gründlich lockern, Unkraut und größere Steine entfernen. Mit organischem Material anreichern; für Erdbeeren ist Kompost am besten geeignet (3 bis 4 Liter/qm). Nach dem Pflanzen kräftig wässern.
Da Fruchtgröße und Ertrag bei Erdbeeren mit jedem Jahr abnehmen, spätestens nach drei bis vier Jahren den Bestand komplett erneuern (und an einem anderen Platz im Garten ein neues Erdbeerbeet anlegen, siehe oben).
Nun sind sie da, die neuen Termine für das Jahr 2025.