(manufactum.de)
Viele Kräuter haben im Juli den Höhepunkt ihrer Entwicklung erreicht, sind nun besonders reich an Würzkraft und Heilstoffen – und im Überfluss vorhanden. Um einen Vorrat für den Winter anzulegen, werden sie nun geerntet, getrocknet und in passenden Gefäßen gelagert.
Es wird benötigt:
Werkzeug: scharfes Küchen- oder Gärtnermesser oder Bypass-Schere mit schmalen, geraden Klingen („Blumenschere“).
Zubehör: Erntegefäß, Bindegarn, Siebe oder mit Gaze bespannter Holzrahmen als Trockengestell, gegebenenfalls Dörrgerät, luftdicht schließende Aufbewahrungsgefäße für die getrockneten Blätter.
Anleitung
Im Juli ist Zeit für die Ernte von Estragon, Majoran, Bohnenkraut, Basilikum, Oregano, Zitronenmelisse, Eberraute, Minze, Lavendel und Beifuß. Von Koriander die bräunlichen Samenkörner ernten.
Die meisten Sommerkräuter haben kurz vor oder während der Blüte die beste Würzkraft; zu diesen Terminen ernten.
Komplette Triebe ernten, zu Kräutersträußen binden und zum Trocknen kopfüber an einem luftigen, schattigen, warmen, aber nicht heißen Ort aufhängen. Keine zu dicken Sträuße binden, damit innenliegende Blätter nicht feucht bleiben oder der Trocknungsprozess länger als nötig dauert und Inhaltsstoffe verlorengehen. Wenn die Blätter völlig trocken sind, von den Stielen abstreifen und sofort in luftdicht schließende, am besten dunkle Behälter füllen.
Alternativ die Blätter vor dem Trocknen abstreifen und auf Sieben oder einem mit Gaze bespannten Holzrahmen an einem schattigen, luftigen Ort trocknen.
Bohnenkraut am besten zur Vollblüte ernten.
Majoran ernten, sobald sich die ersten Blütenknospen gebildet haben.
Pfefferminze im Knospenstadium ernten. Ganze Triebe einige Zentimeter über dem Boden schneiden, dann aber die Blätter abstreifen und nur diese trocknen. Nach der Juliernte treibt die Minze noch einmal voll durch und liefert bis zum Herbst eine weitere gute Ernte.
Nun sind sie da, die neuen Termine für das Jahr 2025.